Bad nachträglich mit Fussbodenheizung austatten

Mrz 31, 2013 No Comments by

Im Rahmen der Haussanierung und im speziellen der Badsanierung stellen sich Bauherren oft die Fragen ob und wie sie ihr Badezimmer nachträglich mit einer Fussbodenheizung ausstatten können.
Die Vorteile einer Fussbodenheizung sind zahlreiche. Wer als Bauherr am Morgen mit seiner Liebsten Streit verhindern möchte, der sollte definitiv über eine Fussbodenheizung nachdenken, denn für Frauen ist nichts schlimmer als am Morgen kalte Füße zu bekommen, wenn sie barfuss auf kalten Granitfliesen oder Marmorfliesen stehen müssen.
Für die nachträgliche Ausstattung von Fussbodenheizungen im Badezimmer gibt es grundsätzlich zwei Alternativen. Einerseits die wassergespeicherte Fussbodenheizung und andererseits elektrische Heizmatten, welche im Rahmen der Haussanierung relativ leicht angebracht werden können, sofern einige Gegegenheiten vorhanden sind.

Wassergespeicherte Fussbodenheizungen am Heizkörper installieren

Bevor eine wassergespeicherte Fussbodenheizung im Rahmen der Haussanierung nachträglich im Badezimmer installiert werden kann zum Beispiel Produkte von Danfoss, ist der Untergrund entsprechend vorzubereiten, denn das Heizsystem darf nicht auf Parkett und Laminat aufgebracht werden und muss folglich vollständig entfernt werden. Das Fußbodenheizsystem kann jedoch auf Fliesen, Granit und Marmor aufgebracht werden, so dass eine aufwendige und staubige Entfernung des Fliesenbodens entfällt. Angeschlossen wird die wassergespeicherte Bodenheizung an den vorhandenen Warmwasser und Kaltwasseranschlüssen des Heizkörpers, der im Badezimmer vorhanden sein sollte. Der Anschluss für das Warmwasser ist dabei vor dem Heizkörperventil anzubringen, so dass die Wärme von Heizkörper und Fussbodenheizung separat reguliert werden kann. Die Verlegung der Heizspiralen kann dabei als Einrohrsystem oder auch als Zweirohrsystem erfolgen. Vorteil des Zweirohrsystems sind eine gleichmäßige Wärme an jeder Stelle des Badezimmer, wobei die Wärme beim Einrohrsystem besser genutzt wird mit dem Nachteil einer ungleichmäßigen Wärme auf den Bodenfliesen. Einschränkungen der nachträglich installierten Fussbodenheizung am Heizkörper ergeben sich vor allem hinsichtlich der Größe des Bades bzw. der beheizten Bodenfläche. Denn nur bis zu einer Bodenfläche von maximal 20 m² kann der Anschluss direkt an den Heizkörper Anschlüssen erfolgen.

Elektrische Fussbodenheizung nachträglich einbauen

Die zweite Alternative für die nachträgliche Installation einer Fussbodenheizung im Badezimmer ist eine sogenannte elektrische Fussbodenheizungen, welche es z.B. bei www.andries24.de gibt.
Hierbei handelt es sich um Fußbodenheizmatten, welche mit Hilfe von Strom Wärme erzeugen und nicht nur für Fliesen und Steinböden verwendet werden können sondern auch für Parkettböden, Laminatböden und sogar für Teppichböden. Die Installation der elektrischen Fussbodenheizung ist relativ einfach. Aufgebracht werden können diese elektrischen Heizmatte auf Fliesen oder Beton, anschließend wird ein Klebekitt aufgebracht, auf der wiederum eine Isolierung erfolgen kann oder auch direkt ein elastischer Fliesenkleber, bei dem letztendlich die Keramikfliesen, Natursteinfliesen oder noch besser Solnhofener Platten oder Jura Marmor werden. Beide Natursteinsorten weisen excellente Wärmeleitfähigkeitswerte vor, so dass sie sehr gut auf Fussbodenheizungen angebracht werden können, egal ob wasserbetrieben oder auch elektrisch betrieben.

Fussbodenheizung nachträglich einfräsen

Als dritte Alternative zum nachträglichen Einbau einer Fussbodenheizung ist das nachträgliche Einfräsen einer wassergeführten Fussbodenheizung. Hierfür werden auf dem vorhandenen Estrich mittels eines Fräsers die entsprechenden Nuten gefräst. Anschließend werden die Heizungsrohre in die Nuten gelegt und anschließend erfolgt das Anbringen einer dünnen Ausgleichsschicht. Da das Fussbodenheizsystem in den vorhandenen Estrich verlegt wird, wird keine zusätzliche Aufbauhöhe wie bei den anderen Systemen geschaffen. Bei dem Estrich kann es sich sowohl um einen Zementestrich als auch um einen Trockenstrich handeln.

 

Preis und Stromkosten einer elektrische Fussbodenheizung?

Der Stromverbrauch einer mit Strom betriebenen Fußbodenheizung hängt vor allem von der Größe der Anlage und der Leistung der Module ab. Bei einer Heizmattengröße von 5m² und einer maximale Leistung von 140 Watt pro m² entstehen ca. 15-20 Euro zusätzliche Stromkosten pro Monat. In diesem Beispiel wurden eine Strompreis von 0,24 € pro KwH angenommen bei einer Auslastung bei von 60% im Jahresmittel.Die Materialkosten für eine mit Strom betriebene Fussbodenheizung bei einer Größe von 5 m² belaufen sich auf ca. 500 €. Ein Großteil hiervon fallen auf die Heizmatten, diese kosten im Durchschnitt ca. 50 € pro Quadratmeter. Zusätzlich benötigen Bauherren ein Thermostat, was bei ca. 50 Euro liegt. Die restlichen Kosten werden durch Nivelliermasse, Spachtelmasse, Fliesenkleber und Fliesen verursacht.

Fazit

Bauherren können sich mit einer Investition von nicht einmal 1€ pro Tag diverse Streitereien mit Ehefrau oder Freundin aufgrund kalter Füsse im Badezimmer sparen – und das dürfte es jedem Bauherren mehr als Wert sein!

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