Barrierefreier Umbau bei Behinderung

Jul 07, 2014 No Comments by

Eine Behinderung kann jeden von uns durch Unfall und Krankheit schnell betreffen. Auch im Alter kann die körperliche Bewegungsfreiheit schnell eingeschränkt sein. Dann wird der gewohnte Alltag plötzlich auf den Kopf gestellt. In diesen Fällen ist ein Umbau auf Barrierefreiheit zu empfehlen.

Was bedeutet Barrierefreiheit?

Barrierefrei ist eine Umgebung, in der sich auch Menschen mit körperlichen Einschränkungen so frei wie möglich bewegen können. In öffentlichen Gebäuden vieler Städte wie Bahnhöfen und Behörden wird die Barrierefreiheit bereits umgesetzt: Fahrstühle überbrücken den Höhenunterschied zum Bahnsteig, Rampen ermöglichen Rollstuhlfahrern einen problemlosen Zugang zu Eingängen. Damit wird den Menschen ein Stück Selbstständigkeit und Würde zurückgegeben, denn jeder von möchte schließlich so eigenständig wie möglich bleiben. Die ursprüngliche „alten- und behindertengerechte“ Umgebung wird so zu einer (generationen-)gerechten und menschenwürdigen Umgebung.

Barrierefreiheit zu Hause

Im Eigenheim oder auch der Mietwohnung erleichtern solche barrierefreien Umbauten den Alltag von Menschen mit körperlichen Einschränkungen. Welche Änderungen vorgenommen werden müssen, richtet sich nach der Art und dem Grad der Behinderung. Ist eher der Bewegungsapparat eingeschränkt oder sind Hör- oder Gesichtssinn beeinträchtigt? Für die notwendigen barrierefreien Umbauten kann man sich aus staatlichen Förderprogrammen und ggf. auch aus der Pflegekasse bezuschussen lassen. Am besten erkundigt man sich dazu bei seiner Krankenkasse.

Bei Mietwohnungen sollte man vorher mit dem Vermieter absprechen, ob und inwieweit sie erlaubt sind und anschließend auch vertraglich festlegen, dass Umbauten beim Auszug nicht wieder entfernt werden müssen.

Welche Bereiche generell umgestaltet werden sollten:

  • Aufgänge: Eingangsbereiche mit Stufen und Treppenaufgänge sollten für gehbehinderte Menschen mit Rampen und Liften ausgestattet werden. Hub-, Plattform- oder auch Sitzlifte wie diese hier, verbinden Ebenen und Räume miteinander, die den Menschen sonst nicht zugänglich gewesen wären.
  • Das Badezimmer: Eine ebene Duschtasse statt der viel zu hohen und rutschigen Badewanne einbauen, das schafft auch neuen Platz und Ideen für neue Gestaltungsmöglichkeiten, wie in unserem Artikel zur Badsanierung zu lesen ist. Sehr wichtig ist die Anbringung von Haltegriffen in der Nasszelle und bei der Toilette. Für Rollstuhlfahrer sollte das Waschbecken unterfahrbar sein und nicht durch Schrank versperrt werden.
  • Die Beleuchtung: Lichtschalter müssen sich in einer für alle Bewohner erreichbaren Höhe befinden. Gleiches sollte für Steckdosen gelten. Gerade bei älteren Menschen ist eine ausreichende, helle Beleuchtung wichtig, damit keine Unfälle passieren. Für Flur und Bad sind Bewegungsmelder eine gute Idee, die sparen obendrein noch Strom.
  • Die Einrichtung: Alles, was die Bewegungsfreiheit der Bewohner unnötig einschränkt oder ein Verletzungsrisiko darstellen könnte, sollten aus dem Haus verbannt werden. Damit sind scharfkantige und sperrige Einrichtungsgegenstände, rutschige Teppiche und sonstiges „Gefahrengut“ gemeint.
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