Bodengleiche Dusche nachträglich installieren

Sep 12, 2017 No Comments by

Bei einer Badsanierung, entscheiden sich viele Bauherren für den nachträglichen Einbau einer bodengleichen Dusche. Denn eine derartige Dusche hat viele Vorteile, unter anderem wirkt das Bad durch eine bodengleiche Dusche wesentlich größer sowie komfortabler. Das liegt auch daran, dass sie tatsächlich durch die Barrierefreiheit einfacher begehbar ist. Doch worauf muss man beim Planen sowie Einbauen der Dusche achten? Gibt es Probleme bei der Installation? Diese und weitere Fragen werden in dem nachfolgenden Text näher erörtert

Was ist eine bodengleiche Dusche?

Stufenlose Duschsysteme haben sich bereits mehrfach in öffentlichen Einrichtungen wie im Schwimmbad oder in der Sauna bewährt. Nun möchten auch viele Menschen in den eigenen vier Wänden von der Barrierefreiheit im Bad profitieren. Der Einbau der bodengleichen Dusche beinhaltet, dass auf ein Duschbecken mit einem hohen Rand verzichtet wird. Stattdessen wird ein mühelos begehbarer bodenebener Duschbereich eingebaut. Dieses System findet immer mehr Anhänger. Denn das Design der stufenlosen Duschsysteme kann sich sehen lassen und der Komfort ist beinahe unverzichtbar, nicht nur für ältere Menschen.

Ebenerdige Dusche – die Vorteile

Eine bodengleiche Dusche stellt eine Bereicherung für das Bad mit einem hohen Komfort dar. Eine sorgfältige Planung sowie die professionelle Ausführung des Einbaus sind wichtige Voraussetzungen, damit die Verschönerung des Duschbereichs gelingt. Die Vorteile des Badumbaus zu ebener Erde im Überblick:

  • mehr Platz im Bad
  • dadurch mehr Bewegungsfreiheit
  • mehr Raum zum Duschen
  • Brausen ohne Barriere
  • zeitloses, elegantes Design
  • der Raum wirkt größer
  • komfortabler Ein- und Ausstieg
  • kein gefährliches Stolpern im Badezimmer
  • beinahe mühelose Reinigung

Bodengleiche Dusche: Nachteile

Die bodengleiche Dusche bringt viele Vorteile mit sich. Nach dem Umbau wird das Duschen fast schon zu einem Erlebnis. Das sagen nicht nur ältere Menschen, die nach der Renovierung ihres Badezimmers hellauf begeistert waren. Nachteile können allenfalls in den Kosten sowie dem Aufwand gesehen werden, was mit dem Umbau unvermeidlich ist. Dennoch wird jedermann, der diese Entscheidung getroffen hat mit einem umwerfenden Erlebnis jeden Morgen beim Duschen belohnt.
Was muss bei der nachträglichen Installation einer bodengleichen Dusche berücksichtigt werden?
Um die bodengleiche Dusche einzubauen, müssen einige Voraussetzungen im Bad gegeben sein, damit der Umbau von Erfolg gekrönt ist.

  • die Aufbauhöhe des Bodens muss für einen Umbau ausreichen
  • für die Armaturen müssen mindestens ein Warm- sowie ein Kaltwasseranschluss gegeben sein
  • eine Abflussleitung sollte vorhanden sein

Aufbauhöhe die größte Herausforderung bei bodengleichen Duschen

Die Abflussleitungen sowie der Wasseranschluss könnten gegebenenfalls an bereits vorhandene sanitäre Anlagen im Badezimmer angeschlossen werden. Doch die Aufbauhöhe des Bodens stellt in vielen Fällen die Techniker vor eine größere Problematik. Das ist meistens beim Umbau im Altbau eine Schwierigkeit. Denn im Altbau kann die Montage wegen der lediglich geringen Aufbauhöhe des Bodens zu einem Hindernis werden. Dann sind findige Ideen gefragt. Im Neubau ist oft bereits ein höherer Bodenaufbau gegeben. Technische Leitungen jedweder Art werden im Neubau zumeist mühelos verlegen.
Die Aufbauhöhe des Bodens ist die Bodenstärke, die alle wichtigen Bodenschichten beinhaltet wie den Estrich, Isolierung, Rohboden oder Rohdecke. Auch der Bodenbelag wird zu den Bodenschichten dazu gezählt, wobei dieser in den meisten Fällen aus den Fliesen besteht. Falls eine Bodenheizung im Bad eingebaut ist, zählt auch diese zum Belag dazu. Je nachdem, zu welcher Variante des Einbaus sich der Bauherr entschließt, stehen für die bodengleiche Dusche verschiedene Aufbauhöhen zur Auswahl. Doch bei der Wahl der richtigen Einbauart kann eine ungünstige Aufbauhöhe des Bodens verbessert werden.

Einbaumöglichkeiten für die bodengleiche Dusche

Für die bodengleiche Dusche gibt es verschiedene Systeme für den Wasserablauf. Je nach vorhandenem Ablauf sowie unter Berücksichtigung der Größe der Dusche nehmen diese verschiedenartig viel Platz im Boden unter der neuen Brause ein. Zwingend erforderlich ist dabei, dass es ein ausreichendes Gefälle gibt, das zum Abfluss-Fallrohr führt. Anders verhält es sich natürlich bei einem Punkt- beziehungsweise einseitigen Linienablauf. Dann muss ein zusätzliches Gefälle konstruiert werden. Das Wasser soll schließlich genau zum Ablauf hin laufen und ablaufen. An diesem Beispiel wird deutlich, dass sich bestimmte Eigenschaften der vorhandenen Gegebenheiten stark auf das Erfordernis der Aufbauhöhe des Bodens auswirken. Diese Dinge sollten daher vorher von einem Profi gut durchgeplant werden.

Mit Gefälle im Duschboden

Ein weiteres Problem kann sich stellen, wenn Systeme mit geringen Aufbauhöhen von nicht einmal einem Zentimeter eingebaut werden. Diese benötigen jedoch ein Gefälle von mehreren Zentimetern bis zur Ablaufrinne, die noch zur Höhe hinzugerechnet werden müssen.

Tipp: So kann Höhe bei der bodengleichen Dusche eingespart werden

Es gibt einige Konstruktionen, mit denen diese Probleme leicht in den Griff zu kriegen sind. Ein Umbau mit einem Wandablauf beispielsweise kann die Höhe verringern. Dieser benötigt weniger Höhe als zum Beispiel eine Rinne.

Auf das Gefälle im Duschboden der bodengleichen Dusche verzichten

Eine Konstruktion kommt ganz ohne ein Gefälle aus, und zwar mittels einer umlaufenden Duschrinne. Bei dieser Gestaltung der Dusche kann eine geringe Aufbauhöhe von lediglich einigen Millimetern geplant werden. Doch es gibt noch weitere wichtige Dinge zu berücksichtigen. Beispielsweise müssen alleine für den Siphon selbst einige Zentimeter kalkuliert werden.

Einfach den Siphon eine Etage tiefer verlegen?

Falls es mit der Aufbauhöhe und dem Siphon gar nicht funktioniert oder der Siphon zu kurz vermessen wurde, besteht noch die Möglichkeit, Ablauf sowie Siphon in einer Etage unter dem Badezimmer zu verlegen. Dafür müssen natürlich die baulichen Voraussetzungen des Hauses berücksichtigt werden. Die Räume unter dem Bad müssen zugänglich sowie für die Verlegung entsprechender Leitungen geeignet sein.

Eine Pumpe anschließen

Falls die obigen Überlegungen aus nicht vorhersehbaren Gründen nicht greifen, könnte gegebenenfalls der Einbau einer Abwasserpumpe noch eine gute Lösung darstellen. Dadurch kann das Abwasser in einem beispielsweise in der Wand eingebauten Abfluss geleitet werden. Doch es gibt auch Nachteile dieser Alternative. Denn die Pumpe muss häufig gereinigt werden.

Weitere Problemfälle bei der nachträglichen Installation einer bodengleichen Dusche

Weitere Schwierigkeiten ergeben sich unter Berücksichtigung der lokalen Gegebenheiten wie ein zu dünner Estrich oder ein Einbau innerhalb einer Balkendecke. Dabei wird der Boden fachgerecht abgedichtet und die ebenerdige Dusche passend eingebaut.

Der nachträgliche Dusch- und Badumbau: Welche Fliesen müssen ausgewählt werden?

Wer eine bodengleiche Dusche nachträglich im Bad einbaut, macht das wahrscheinlich im Rahmen einer Teil- oder Komplettsanierung im Badezimmer. Bei einer teilweisen Sanierung muss der Bauherr neben einer neuen Duschkabine auch einige neue Badfliesen kaufen, um den Umbau durchzuführen. Glücklich ist derjenige welcher noch einen Vorrat an alten Fliesen hat.

Die neuen Fliesen können farblich und gestalterisch an die bestehenden Fliesen angepasst werden, sodass sich ein vollkommen harmonisches Bild ergibt. Es muss nicht gleich das gesamte Bad neu gefliest werden. Bei einer totalen Sanierungsmaßnahme hat der Bauherr die freie Auswahl und kann die Badezimmerfliesen gestalterisch nach seinem Geschmack frei auswählen. Dabei sollte er sich jedoch in beiden Fällen mit der Frage an die Techniker wenden, welche Fliesen der Höhe sowie Größe nach für den Einbau sinnvoll sind.

Fazit zur nachträglichen Installation einer bodengleichen Dusche

Der nachträgliche Einbau einer bodengleichen Dusche bringt viele Vorteile mit sich. Doch es sind einige wichtige Dinge wie im Allgemein bei der Haussanierung zu beachten wie die Aufbauhöhe des Bodens, die Höhe der Wasseranschlüsse, das Gefälle sowie der Wasserablauf. Im Weiteren erfordert eine Planung unter besonderen Umständen wie der Einbau unter einer Balkendecke oder ein zu dünner Estrich besondere Überlegungen. Durch die Planung mit einem professionellen Betrieb können viele Probleme vorher abgeklärt werden und der Umbau wird schnell und fachgerecht erledigt.

VN:F [1.9.20_1166]
Rating: 5.0/5 (1 vote cast)
Bodengleiche Dusche nachträglich installieren, 5.0 out of 5 based on 1 rating
Badezimmer

About the author

Sie finden uns auch auf Google+
No Responses to “Bodengleiche Dusche nachträglich installieren”

Leave a Reply