Die Funktionsweise der hybriden Infrarotheizung

Feb 01, 2018 No Comments by

Bei der Infrarotheizung handelt es sich um eine spezielle Art von Heiztechnik: Anstatt die Raumluft zu erwärmen – wie es andere Heizmodelle tun-, funktioniert die Infrarotheizung mit Strahlungswärme, welche direkt Personen, Gegenstände und Oberflächen erwärmt. Diese Oberflächen reflektieren die Wärme zusätzlich und geben sie an den übrigen Raum ab. In einem Wirkungsgrad von bis zu drei Metern ist die Wärme der Infrarotheizung direkt auf der Haut zu spüren und erinnert an ein warmes Kaminfeuer oder ein Bad in der Sonne. Da Infrarotwärme nicht nur Oberflächen aufwärmt, kann die Heizung bis zu drei Grad niedriger gedreht werden, als die komerzielle Heizung.

Um das Wirkungsprinzip der Infrarotheizung besser zu verstehen, stellen Sie sich vor, Sie befinden sich unimttelbar in der Sonne: Sie spüren die warmen Strahlen auf der Haut. Begeben Sie sich in den Schatten, bemerken Sie, dass es Ihnen dort kühler vorkommt. Tatsächlich aber ist die Lufttemperatur dieselbe. Nur die Strahlungswärme, welcher auch bei der Infrarotheizung wirkt, lässt Sie einen Wärmeunterschied spüren.
Ein weiterer Vorteil der Infrarotheiztechnik ist, dass keine Luftzirkulation durch steigende Wärme entsteht. Somit werden keine Staubpartikel aufgewirbelt, wovon besonders Asthmatiker und Allergiker profitieren. Angst vor einem Sonnenbrand müssen Sie zudem auch nicht haben, da Infrarot ausschließlich mit C-Strahlung arbeitet, die nicht für Hautverbrennungen verantwortlich ist. Die C-Strahlung, welche auch von der Sonne abgegeben wird und ganze Meere erwärmt, ist außerdem gesundheitsförderlich für das Immunsystem. Solange Sie nicht die Heizkörper berühren, ist jedweder gesundheitlicher Schaden ausgeschlossen. Gute Infrarotheizungen sind mit einem Sicherheitssensor ausgestattet, welcher Überhitzung verhindert. Achten Sie darauf, dass das Paneel mit TÜV zertifiziert ist.

Infrarotheizung mit Stahl oder aus Naturstein

Bei der Infrarotheizung wird zwischen unterschiedlichen Modellen unterschieden. Je nach Material erreicht die Oberfläche des Heizkörpers eine Temperatur zwischen 85 und 100 Grad. Eines der Modelle ist die Variante mit pulverbeschichtetem Stahl: Dieser weist den effizientesten Emsissionsgrad für Infrarotstrahlung auf, da er sich schnell erwärmt und ebenso gut strahlt.

Gegensätzlich hierzu benötigt die Infrarotheizung aus Naturstein lange zum Aufheizen, speichert dafür jedoch über einen großen Zeitraum die erzeugte Wärme und ersetzt den Nachtspeicherofen. Ein weiteres Modell stellt die Glasvariante dar: diese ist besonders hübsch anzusehen und lässt sich als Modeacessoire installieren. Die Anbringungsmöglichkeiten sind sehr vielseitig: Ob als Paneel an der Wand oder Deckenelement – die Infrarotheizkörper werden häufig nicht als solche erkannt. Wirklich stilvoll und elegant sind Infrarotspiegel und -Bilder. Sie sind vollständig getarnt und erfüllen mehr als nur den Zweck, Wärme zu spenden. Das Design Ihrer Infrarotheizung bestimmen Sie.

Stromkosten der Infrarotheizung

Um zu ermitteln, welche Kosten mit dem Infrarotheizsystem auf Sie zukommen, muss ein Gebäude-Energieberater eine Wärmebedarfsrechnung erstellen. Diese berücksichtigt die Anzahl und größe der einzelnen Zimmer, die Deckenhöhe, das Material der Außenmauern, die Anzahl der Fenster etc. Das eigene Heiz- und Luftverhalten beeinflusst diese stark überschlagenen Berechungen und ist somit nicht zu 100 Prozent verlässlich. Ebenso kann kein genauer Jahreswert ermittelt werden, da die Witterungsverhältnisse sich jährlich unterscheiden. Dennoch existiert ein Durchschnittswert für einen Quadratmeter. Dieser beträgt 60 Watt. Wenn Sie ein ganzes Haus mit Infrarotstrahlung beheizen wollen, müssen Sie mehrere Heizkörper installieren.
Ein kleines Einfamilienhaus im mittleren Dämmzustand und 100 Quadratmetern zu beheizender Wohnfläche und einer Deckenhöhe von drei Metern verbraucht pro Quadratmeter 60 Watt. Wenn die druchschnittliche Heizstundenzahl jährlich 1600 Stunden beträgt, kommt die Familie des Hauses auf insgesamt 9.600.000 Wattstunden. Bei einem Strompreis von 0,28 Euro/kWh fallen jährliche Stromkosten von rund 2.700 Euro an.

hybride Infrarotheizung

Neben der Infrarotheizung existiert die hybride Infrarotheizung: Bei dieser Elektroheizung handelt es sich um eine Kombination aus Infrarot und der Konvektionsheizung.
Die Konvektorheizung funktioniert wie folgt: Der Heizkörper der Konvektorheizung ist oben und unten geöffnet und saugt kalte Luft durch die untere Öffnung an und lässt diese erwärmt nach oben steigen. Dadurch, dass die erwärmte Luft aufsteigt, gelangt mehr kalte Luft in den Heizkörper und steigt wiederum mit dem Erwärmen nach oben.

Die Problematik liegt aber auf der Hand: Warme Luft befindet sich größtenteils unter der Zimmerdecke, und somit dort, wo wir sie am wenigsten gebrauchen können. Die Lösung ist die hybride Infrarotheizung: Der Heizkörper, welcher für die Konvektion verantwortlich ist, wird durch Infrarotstrahlung erwärmt. Und während die Konvekortechnik die Luft erwärmt, gibt die Infrarotheizung Strahlungwärme ab, die den übrigen Raum bzw. die Oberflächen wärmt.
Mit der Kombination hybride Infrarotheizung und Konvektorheizung ist ein intelligentes und effizientes Heizsystem geschaffen, welches gesundheitsfördernde Eigenschaften zum Vorteil hat.

Im Gegensatz zur Infrarotheizung, kann die hybride Infrarotheizung allerdings nicht überall angebracht werden. Um die erwärmte Luft in den ganzen Raum zu leisten, muss diese nahe am Boden installiert sein. Die Öffnungen müssen in jedem Fall nach oben und unten gerichtet sein, da ohne diese Vorraussetzung das Konvektionsprinzip nicht wirken kann.

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