Gartenbrunnen selbst bohren

Feb 16, 2017 No Comments by

Wer als Privatperson einen Gartenbrunnen selbst bohren möchte, für den gibt es zwei geläufige Brunnenarten: Der Rammbrunnen, auch Schlagbrunnen genannt, der wie der Name schon sagt geschlagen wird oder der Bohrbrunnen, bei dem mit Hilfe eines Erdbohrer ein Brunnenloch gebohrt wird.  Mit Hilfe des Bohrbrunnens, kann auch tiefer liegendes Grundwasser genutzt werden.

Der Bau eines Brunnens ist in Deutschland anmeldepflichtig. Wenn der Brunnen auch für Brauchwasser und Trinkwasser genutzt werden soll, so kann neben der Anmeldung auch eine Genehmigung notwendig sein.

Wie entsteht ein Rammbrunnen?

Bei einem Rammbrunnen handelt es sich um einen Brunnen, mit dem man Grundwasser mit Hilfe einer Pumpe nach oben befördert. Man kann den Gartenbrunnen selbst bauen, indem man mit Hilfe einer elektrischen Ramme oder manuell ein Metallrohr in den Boden stößt. Dieses Metallrohr läuft unten spitz zu und verfügt über einen Filter mit Löchern, durch den das Wasser später fließt. Es wird so tief in das Innere des Bodens gerammt, bis man die wasserführende Erdschicht erreicht. Am oberen Ende des Rohres befestigt man eine Handpumpe ( Schwengelpumpe) oder eine elektrisch betriebene Pumpe. Bei dieser Art des Brunnens kann sehr leicht die wasserführende Schicht durchstoßen werden. Aus diesem Grund gibt es die Empfehlung  alle 1-2 Meter zu testen ob Wasser vorhanden ist.

Was ist ein Bohrbrunnen und wie wird er gegraben?

Ein Bohrbrunnen ist ein Brunnen, der als Loch in die Erde gebohrt wird und als Speicher von Grundwasser dient. Er kann auch tiefer als 7 Meter sein. Für den Bohrbrunnen bohrt man mit Hilfe eines Erdbohrers bis in die erste Grundwasserschicht hinein. Nach der Bohrung kleidet man das Loch aus, indem man ein Brunnenrohr hinein stellt. Grundsätzlich kann man auch diesen Gartenbrunnen selbst bohren, auch wenn man mal wieder nicht das richtige Werkzeug hierfür hat. Die meisten Geräte lassen sich beim  Werkzeugverleih oder Baumarkt ausleihen. Viele lassen aber auch den Brunnen bohren. Aufgrund der technischen Erfordernisse und des schweißtreibenden Aufwandes mit der manuellen Bohrung kann es teilweise besser sein, eine Bohrfirma hinzuzuziehen. Beim Bohrbrunnen können verschiedene Anschlussarten genutzt werden.

Anschluss an ein Hauswasserwerk

Das im Brunnen angesammelte Grundwasser kann mit Hilfe einer Hauswasserwerk Pumpe zu Tage gefördert werden. Hier gibt es je nach Modell noch einen Druckbehälter der die Punpe vor häufigen Anschalten schützt und zudem Druckstoß-regulierend wirkt. Das Brunnenwasser kann mit Hilfe des Hauswasserwerks nicht nur für die Bewässerung von Pflanzen genutzt werden, sondern auch für die Toilettenspülung im Haus.

Nutzung einer Tiefbrunnenpumpe

Eine Tiefbrunnenpumpe eignet sich für alle Grundstücke, deren Grundwasserstand niedriger als 7 Meter liegt und für Hauswasserwerke somit nicht geeignet sind. Durch sie wird das zu fördernde Wasser angepumpt – deren Leistung kann mitunter über der eines Hauswasserwerkes liegen.

Was ein Rammbrunnen bietet: Vor- und Nachteile

Der Rammbrunnen erweist sich mit einer nötigen Investition von wenigen hundert Euro als günstige Möglichkeit zur Wassergewinnung. Wenn man einen Rammbrunnen mit der Hand betreiben möchte , darf die Grundwassertiefe jedoch nicht über 7 bis 8 Meter liegen, da deren Kraft für einen größeren Pumpweg nicht ausreicht. Die Menge des geförderten Grundwassers ist ist geringer wie beim Bohrbrunnen. Gleichzeitig kann es vorkommen dass man öfters die Metallrohr des Brunnens auswechseln muss, da sich der Filter im Lauf der Zeit mit Schmutz und Sedimenten zusetzt.

Die Vor- und Nachteile eines Bohrbrunnens

Wenn man einen Gartenbrunnen selbst bohrt, darf der Bohrbrunnen auch tiefer als sieben Meter in die Erde gehen. Er lässt durch seine Tiefe noch reineres Grundwasser zu Tage befördern. Einmal gebohrt, hält er durch seine Ergiebigkeit lange an und bietet eine günstige Alternative zur kommunalen Wasserversorgung: Mithilfe eines Hauswasserwerkes oder einer Tiefbrunnenpumpe kann man die Vorteile des Grundwassers bequem nicht nur im Garten z.B. beim Auffüllen des Gartenteich sondern auch im Haus nutzen. Der Nachteil liegt in der Preisklasse. Angefangen im oberen dreistelligen Bereich, handelt es sich um eine zwar einmalige, jedoch kostenintensive Investition. Teuer sind vor allem die blauen Brunnenrohre.

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