Hausbau im Winter: Wie geht man hier am besten vor und worauf kommt es dabei an?

Sep 22, 2019 No Comments by

Noch vor einigen Jahren war der Hausbau im Winter aufgrund der extremen Witterungsbedingungen äußerst unüblich. Mittlerweile hat sich die Situation allerdings drastisch geändert. So erlauben moderne Baustoffe und Arbeitstechniken heute auch in der kalten Jahreszeit die Durchführung von Bauarbeiten. Doch was gibt es beim Hausbau im Winter eigentlich alles zu beachten und welche Herausforderungen gilt es zu bewältigen?

Warum ist der Winter im Hinblick auf den Hausbau heute kein wirkliches Hindernis mehr?

Dass der Hausbau im Winter in der Vergangenheit eine absolute Rarität war, zeigt allein die Tatsache, dass bis zum Beginn der 20. Jahrhunderts der Bau von Immobilien während der kalten Jahreszeit in einigen Städten gesetzlich verboten war. Heutzutage ist es hingegen nicht besonders unüblich, wenn rund zwei Wochen vor dem Weihnachtsfest eine Baugrube ausgehoben wird. Möglich machen das in erster Linie moderne Baustoffe. Während früher einstellige Temperaturen einen absoluten Baustopp zur Folge hatten, können heute viele Materialien oberhalb von fünf Grad Celsius ohne Probleme verarbeitet werden. Unterhalb der fünf Grad Marke ist allerdings auch in der modernen Zeit der Hausbau nur mit Einschränkungen möglich. Bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt kann ein Bauvorhaben in der Regel nur mit entsprechenden Vorkehrungen durchgeführt werden.

Weshalb ist eine gezielte Planung beim Hausbau im Winter besonders wichtig?

Trotz moderner Baustoffe birgt der Hausbau im Winter nach wie vor einige Risiken für Bauherren. Vor allem wasserlösliche Baustoffe bzw. Materialien auf Wasserbasis benötigen oftmals besondere Schutzmaßnahmen. Insbesondere Mauerwerke sind in diesem Zusammenhang gefährdet. Sinken die Temperaturen zu stark, so verliert frischverarbeiteter Mörtel bzw. Kleber schnell seine Haftungseigenschaften. In der Folge kann es dann zu strukturellen Schäden wie Rissen kommen, welche die Stabilität massiv beeinträchtigen. Auch bei der Verarbeitung von Beton sind im Winter Schutzmaßnahmen wie Folien bzw. Platten erforderlich. Da die Missachtung von Schutzmaßnahmen horrende Folgekosten generieren kann, müssen diese im Vorfeld miteingeplant werden.

Welche weiteren Herausforderungen bringt der Hausbau im Winter mit sich?

Eines der größten Probleme beim winterlichen Hausbau ist sicherlich die Einwirkung von Feuchtigkeit. Sammelt sich im Inneren eines Gebäudes zu viel Feuchtigkeit an, so führt das in der Folge meistens zu einer Schimmelbildung. Vor allem bei Arbeiten im Zuge des Innenausbaus wie beispielsweise dem Verputzen wird viel Feuchtigkeit an die Luft abgegeben. Damit die Feuchtigkeit nicht an anderen Bauelementen kondensiert, ist ein regelmäßiges Lüften enorm wichtig. Um Bauelemente im Inneren richtig trocknen können, müssen die Innenräume im Winter nicht selten beheizt werden. Auch hier müssen Bauherren entsprechende Mehrkosten miteinplanen.

Was für eine Rolle spielt die Wahl von Bauelementen wie Fenstern und Türen?

Die Qualität von Fenstern und Türen spielt nicht nur im Hinblick auf die späteren Energiekosten eine Rolle, sondern ebenfalls in Bezug auf die Heizkosten während der Bauphase. So sorgt zum Beispiel ein Fenster mit Wärmedämmung der Güteklasse A auch während des Innenausbaus für eine gute Isolierung. In der Folge müssen elektrische Bauheizungen nicht so viel nachheizen, was die Kosten deutlich reduziert. Gleiches gilt analog für verbaute Türen. Die Isolierung der Innenräume ist auch im Hinblick auf Frostentwicklung ein wichtiges Kriterium. Denn auch trotz modernen Baustoffen gilt, dass Frost in der Regel zu einem Baustopp führt.

Fazit: Was gibt es abschließend zum Thema zu sagen?

Wie sich zeigt, ist der Hausbau im Winter heute durchführbar und kein Ding der Unmöglichkeit mehr. Allerdings stellen die speziellen Witterungsbedingungen in der kalten Jahreszeit einige Herausforderungen an die Bauherren. Damit der Hausbau im Winter nicht zum Fiasko wird, ist eine detaillierte Planung unerlässlich.

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