Haussanierung

Die eigene Immobilie ist der Traum vieler, und insbesondere junger Paare mit Kinderwunsch, bzw. jungen Eltern. Die eigene Immobilie steht für Freiheit gleichermaßen wie für eine finanzielle Absicherung. Gerade aber auch junge Leute werden immer mutiger in der Immobilienwahl und neigen dazu, sich ihr Traumobjekt lieber zu sanieren als neu bauen zu lassen.

Es ist der Charme älterer Gemäuer, aber sicherlich auch der günstigere Preis gegenüber dem Kauf eines Neubaus, der uns zur Altbausanierung animiert. Ein Haus sanieren ist harte Arbeit, selbst dann wenn man die Sanierung dem Profi überlässt, aber auch eine spannende Angelegenheit. Gleichzeitig ist eine Altbausanierung aber auch stets ein gewisses Sanierungsrisiko, besonders dann, wenn zu vor kein ausreichendes Baugutachten eingeholt oder der Zeit- und Kostenplan  zu ungenau erstellt wurde.

Um die Kosten und Zeitaufwand möglichst detailiert einschätzen zu können und somit den Vorteil einer Haussanierung im Vergleich zum Neubau zu erzielen, bedarf es daher einer genauen Vorstellung von den eigenen Wünschen, aber auch den Bauprofi als beratende Instanz.

Wichtige Vorarbeit schafft Sicherheit bei der Haussanierung

Ein Haus sanieren bedeutet nicht nur eine generelle Kernsanierung, sondern meist auch eine komplette Renovierung im Anschluss sowie ggfl. einen Umbau der vorhandenen Immobilie und ihrer räumlichen Aufteilung. Gerade so ein Umbau sollte bereits zu Beginn klar festgelegt und strukturiert werden, da ein Umbau maßgeblich Einfluss nimmt auf wichtige Installationen wie Strom, Wasser und/oder Gas.

Hier spielt der Zeitplan eine große Rolle, denn der Umbau sollte natürlich bestenfalls vor der Renovierung stattfinden, und nicht erst nach ihr. Generell ist die Renovierung einer der letzten Schritte auf Ihrer Agenda zur Altbausanierung.

In erster Instanz kommt im Idealfall ein unabhängiger Architekt zu Wort der die Gesamtsituation einschätzt und mit Ihnen zusammen im Anschluss einen Kostenplan, einen Zeitplan und einen Arbeitsplan aufstellt. Er überwacht später auch die Bauarbeiten, deren Fortschritt und natürlich deren korrekte Umsetzung nach geltenden Richtlinien, und behält bei der Haussanierung Kosten und Aufwand im Überblick.

Das kann mich eine Haussanierung kosten

Die Frage was eine Haussanierung kosten kann oder darf ist schwer zu beantworten und richtet sich nach dem Zustand der Immobilie. Generell sind Altbausanierungen häufig jedoch teurer als ein Hausbau. Haus sanieren bedeutet im Zweifel auch, Wände und Keller trocken zu legen, Dächer abdichten oder Außen- und Innenwände isolieren zu müssen. Letzteres, in Verbindung mit dem Austausch alter einfacher Glasfenster gegen energiesparende Doppelglasfenster, amortisiert sich später wieder bei den Heizkosten, und auch eine Photovoltaikanlage kann später Geld sparen.

Häufig müssen auch Strom- und Wasserleitungen erneuert oder Schimmel und Ungeziefer bekämpft werden. Sparen lässt sich hingegen bei der Altbausanierung indem einfachere Vorarbeiten zur Renovierung selbst durchgeführt werden, wie Tapeten entfernen, Fliesen abschlagen oder Böden herausreissen. Um bei der Haussanierung Kosten zu sparen muss erst einmal investiert werden.

Hier kann auch eine Modernisierung im Zuge der Altbausanierung stattfinden, das Haus sanieren alleine ist nämlich noch lange kein Garant für eine Wertsteigerung der Immobilie. Wer also ein Haus sanieren möchte sollte gleich in zukunftsweisende Haustechnik, Elektrotechnik und Sanitärtechnik investieren, beim Umbau auch auf spätere Bedürfnisse eingehen (bspw. Kinderwunsch) und im Rahmen der Renovierung den Bauprofi und Handwerker machen zu lassen, dessen Arbeit am Ende auch wirklich sein Geld wert ist.

Top Sünden der Haussanierung

Wenn eine Haussanierung bevorsteht, müssen Sie einiges beachten, um böse Überraschungen zu vermeiden. Im schlimmsten Fall können schwere Schäden an der Bausubstanz die Folge sein. Deshalb sollten Sie sich vorher sehr gut informieren.

Das richtige Material für die Haussanierung

Bei der Haussanierung alter Häuser ist der Hauptfehler die Wahl des falschen Materials. Wenn Sie ein Haus sanieren möchten, das vor 1900 gebaut wurde, sollten Sie auf jeden Fall auf Zement verzichten. Früher wurde so gut wie nie Zement benutzt, sondern beispielsweise Kalk oder Trasskalk. Diese Materialien sind gewissermaßen elastisch und würden sich mit dem starren Zement nicht vertragen. Es könnten Risse entstehen. Sie bekommen Trasskalk im Baustoffmarkt. Ein weiteres Tabu bei alten Häusern ist Gips, der gern zur Befestigung von Leitungen genommen wird.

Feuchte Wände, die richtige Dämmung und Drainage

Ein häufiger Fehler bei der Haussanierung ist das falsche Verputzen von alten Wänden. Beispielsweise könnte ein Zementputz an der Außenwand dafür sorgen, dass die Feuchtigkeit nicht mehr richtig abdampfen kann. Aber auch Ausbauten im Innenbereich können feuchte Wände verursachen. Durch Zementestrich, Resopalverkleidungen und Plastikböden, kann die feuchte Luft nicht mehr in den Raum dringen, sondern bleibt in der Wand.

Bei der Haussanierung alter Fachwerkhäuser ist besonders darauf zu achten, die oberste Geschossdecke zu dämmen. Dafür sollten mindestens 20 Zentimeter Dämmmaterial auf den Dachboden verlegt werden. Unterhalb der Wärmedämmung gehört eine Dampfbremse. Die Dämmung dürfen Sie nicht mit einer Plastikfolie von oben zudecken. Dadurch würde sie in kurzer Zeit durchnässt und unbrauchbar werden. Diese Maßnahme der Dämmung ist sehr wirkungsvoll, kostet relativ wenig und lohnt sich bereits in wenigen Jahren. Außerdem können die Wände atmen und es entsteht weniger Schimmel.

Bei der Haussanierung werden oft Plastikrohre (Drainageschläuche) vergraben, um die Ursache für feuchte Wände zu beseitigen. Jedoch werden diese oft falsch gelegt. Oft weisen sie zu wenig Gefälle auf, haben keine Putzöffnungen oder keine geeignete Filterschicht, die das Eindringen von Feinsedimenten minimiert. Des Weiteren werden häufig solche Schläuche eingesetzt, die in der Landwirtschaft Anwendung finden. Das führt dazu, dass das Fundament eines Hauses bewässert wird. Deshalb ist es wichtig, Fachleute um Rat zu fragen., auch ob eine Drainage überhaupt notwendig ist. Auf jeden Fall werden Drainagen gebraucht, die das Oberflächenwasser, welches bei Unwetter zum Haus läuft, ableitet. Außerdem benötigt man solche Schläuche, um unterirdische Wasserläufe und Quellen auch in größerer Entfernung oberhalb eines Hausen abzuleiten.

Sanierungsbudget für Haussanierung zu gering

Ein weiteres Problem ist oft, dass die Eigentümer das Budget für die komplette Sanierung zu niedrig ansetzen. Ursache dafür ist, dass die Kosten meist nur grob geschätzt werden lassen. Bei geringen Budget ist es daher wichtig, die genauen Kosten im Blick zu haben. Dafür können Sie Fachbetriebe beauftragen, die natürlich ihren Preis haben. Aber oft bekommt man maßgeschneiderte Angebote, die eine höhere Kostensicherheit bedeuten. So steht der Haussanierung nichts im Weg.

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Treppe renovieren

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