Kamin sanieren – auf was sollte man achten

Mrz 07, 2017 No Comments by

Ist der Kamin defekt, kann es zu unangenehmen Gerüchen kommen oder sogar gefährlich für die Gesundheit werden. Deshalb ist eine Sanierung des Kamins überaus wichtig und sollte auch zeitnah durchgeführt werden. Doch auf was sollte man eigentlich beim Kamin sanieren achten. Ein paar Anregungen hierfür wollen wir in diesem Artikel geben.

Wann sollten man den Kamin sanieren?

Es gibt drei grundlegende Ursachen, die eine Kaminsanierung notwendig werden lassen. Dazu gehören altersbedingte Verschleißerscheinungen, durch die der Kamin in seiner Funktionsweise gestört wird. Diese Verschleißerscheinungen führen nicht nur dazu, dass der Kamin optisch unansehnlich wird, sondern bringt auch Probleme mit sich, die mitunter sogar lebensgefährlich sein können. Eine leichte Versottung des Kamins führt beispielsweise zu einer Geruchsbelästigung und hinterlässt unschöne braune Schmierspuren an der Schornsteinaußenseite. Noch gefährlicher sind Risse im Kamin, da hierdurch lebensgefährliche Dämpfe austreten können.

Auch wenn man das alte Heizsystem durch eine neue Heizanlage austauschen möchte, muss man meistens den Kamin sanieren, da die alten Anlagen einen viel größeren Querschnitt des Schornsteinzuges benötigen, als das bei modernen Heizungen der Fall ist. Die neuen Heizungsanlagen stoßen die Abgase mit einer niedrigeren Temperatur aus, was bei einem zu großem Abzug schnell zu einer Versottung des Kamins führen kann. Gleiches kann auch gelten, wenn man sich für den nachträglichen Einbau eines Holzofen mit Warmwasserzubereitung entscheidet.

Gleichermaßen muss man den Kamin sanieren, wenn im Schornstein das Material Asbest verbaut ist, da dieser Stoff als gesundheitsgefährdend gilt.

Versottener Schornstein – was ist das?

Durchdringen Wasser, Teer und Säure im Inneren des Schornsteins den Mantelstein, spricht man von einer Versottung des Kamins. Die schwerwiegendsten Übeltäter sind dabei die säurehaltigen Kondensate, die sich langsam durch die Struktur des Kamins fressen. Dies kann dementsprechend zu einer Versetzung des Mauerwerks führen, was schließlich bräunliche Flecken und unangenehme Gerüche mit sich bringt. Eine Versottung sollte dabei ernst genommen werden, da sich der abgelagerte Teer an den Innenwänden des Schornsteins entzünden kann. Geschieht dies, so spricht man von einem Schornsteinbrand. Ein solcher Brand ist unberechenbar und kann daher sehr gefährlich werden.

Kamin sanieren oder neu bauen?

Eine Kaminsanierung ist definitiv angenehmer als ein kompletter Neubau des Kamins, da es zum einen deutlich weniger Zeitaufwand fordert und zum anderen auch die Kosten wesentlich günstiger sind. Wer im Rahmen der Haussanierung bereits sein komplettes Haus auf den Kopf stellt, der sollte auch die Renovierung  des Kamins nicht vergessen.

Welche Variante besser ist, hängt vom speziellen Fall ab. Grundsätzlich gilt dabei, dass viele Probleme mit einer Sanierung behoben werden können. Einen Neubau sollte man vor allem aber dann vornehmen, wenn die Steine des Kamins bereits stark versotten sind. Ein Anzeichen dafür wäre beispielsweise, dass sich am Schornstein bereits feuchte bräunliche Schlieren bilden und es zu einer Geruchsbelästigung kommt. In diesem Fall würde eine Sanierung zwar den Kamin zunächst retten, der Sott würde aber immer wieder durchschlagen und auch die unangenehmen Gerüchen werden nur bedingt bekämpft. Durch die geringere Wärmeentwicklung im Kamin, bedingt durch die Sanierung oder durch eine Heiungsart, kann die Versottung sogar noch verstärkt werden.

Verschiedene Varianten der Kaminsanierung

Im Wesentlichen gibt es drei Methoden, die beim Kamin sanieren angebracht sind.

  • Die erste Methode ist das Ausschleifen des Kamins, um im massiven Mauerwerk undichte Fugen zu verschließen. Dabei wird eine Mörtelmasse auf die Innenwand des Schornsteins aufgetragen, die daraufhin geschliffen wird.
  • Bei der zweiten Methode werden Edelstahlrohre im bereits vorhandenen Schornstein installiert, wodurch der Querschnitt verringert wird. Diese Variante wird vor allem dann angewendet, wenn der Kamin versotten oder mit Asbest kontaminiert ist.
  • Eine weitere Methode zum Kamin sanieren, ist das Einführen eines Glasfieberschlauchs. Dieser wird zuerst eingebaut und dann mit heißem Dampf aufgeblasen, bis dieser schmilzt. Dadurch legt er sich wie eine Schutzschicht über die Innenwand des Schornsteins. Auch hierdurch werden Risse verdichtet und somit einer weiteren Versottung entgegengewirkt.
  • Der Vollständigkeit halber muss auch die Variante des Ausbrennens des Kamins genannt werden. Hierbei wird ein kontrollierter Schornsteinbrand herbeigeführt, wodurch der angelagerte Teer abgebrannt werden soll. Dabei passieren allerdings häufig Unfälle, da dieser Brand nicht ausreichend kontrolliert werden kann. Deshalb ist von dieser Methode dringend abzuraten.

Gleichbleibend bei jeder Kaminsanierungsmethode ist, dass man an den Kamin rankommen muss, sei es von unten oder auch von oben, so dass letztendlich das Aufstellen eines Gerüstes oder der Einsatz einer Arbeitsbühne notwendig ist. Beide Varianten haben entsprechende Vorteile als auch Nachteile.

Rolle des Schornsteinfegers

Der Schornsteinfeger muss vor Inbetriebnahme des neuen Schornsteins eine Abnahme machen. Dies ist nötig, da immer wieder Mängel beim Bau auftreten, die teilweise gefährliche Folgen haben können. Daher hat der Gesetzgeber festgelegt, dass der Schornsteinfeger den Kamin abnehmen muss. Darüber hinaus sollte die jährliche Schornsteinreinigung durch den Schornsteinfeger in jedem Fall wahrgenommen werden.

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