Mit Trockenbau sein Haus sanieren

Jul 17, 2016 No Comments by

Auch mit dem Trockenbau kann man sein Haus sanieren. Wenn es um die Sanierung eines Hauses oder die Renovierung einer Wohnung geht, dann denken viele im ersten Schritt an die klassischen Baustoffe Ziegel & Beton. Doch auch andere Baustoffe haben ihre Berechtigung bei der Sanierung im speziellen und beim Bauwesen im Allgemeinen. Grundsätzlich gibt es beim Bauwesen verschiedene Teilgebiete oder unterschiedliche Aspekte. Versucht man das Bauwesen nach einzelne Baustoffe zu untergliedern so konnt man zu folgender Aufstellung:

  • Holzbau (Stützen, Träger, Wände, Dach)
  • Lehmbau (Ziegel, Lehmbausteine, Wände)
  • klassischer Mauerwerksbau (Natursteinmauerwerk, Ziegelmauerwerk, tragende, nicht tragende Mauerwerk)
  • Stahlbau (Brückenbau, Kranbau)
  • gemischte Form Stahl/Betonbau (Häfen, Brücken, Bahnhöfe)
  • Erdbau (Kanäle, Straßen)
  • Trockenbau

Was versteht man unter Trockenbau?

Wie der Name schon sagt handelt es sich beim „Trockenbau“ um einen trockenen Bau vor allem von Wänden und Decken. Trocken insofern da bei dieser Bauweise auf den Einsatz von wasserhaltigen Baustoffen wie sie z.B. beim Mörtel , Beton oder Putz vollkommen, verzichtet wird. Daraus ergeben sich vor allem Vorteile hinsichtlich Schnelligkeit und Preis im Vergleich zu Betonbau, Mauerwerksbau oder Lehmbau. Trockenbauwände und -decken erfüllen mindestens genaus so gut bauphysikalische Eigenschaften hinsichtlich Wärme, Kälte , Schall, etc wie Massivbauweisen. Der Nachteil von Trockenbau ist jedoch, dass nur nicht-tragende Wände hergestellt werden können.

Bauweise von Trockenbau

Die Konstruktion im Trockenbau ist fast immer die Gleiche. Man benötigt eine Unterkonstruktion, welche mit dem Bauwerk verbunden wird. Auf dieser Unterkonstruktion wird anschließend eine Beplankung aufgebracht. Im Detail lassen sich aber verschiedene Anwendungsfälle unterscheiden:

  • Wand aus Metallständer bestehend aus einer Metallunterkonstruktion als Einfachständerwerk oder Doppelständerwerk und einer/ mehrlagigen Beplankung aus Platten
  • Wand aus Holzständer bestehend aus einer Holzunterkonstruktion als Einfachständerwerk oder Doppelständerwerk und einer/ mehrlagigen Beplankung aus Platten
  • Decke aus Stahlblechprofilen und einer Beplankung aus Gipsplatten
  • Decke aus Holzunterkonstruktion und einer Beplankung aus Gipsplatten
  • Dachgeschoss Bekleidung durch einlagige Massivbauplatten

Welche Bereiche sind beim Trockenbau betroffen?

Eigentlich alle Hausbereiche können mit der Leichtbauweise Trockenbau Verwendung finden. Angefangen vom Keller, über das Erdgeschoß, Küche und Badezimmer bis hin zum Dach. Auf der Seite von www.baustoffe-ruhr.de findet man eine Übersicht über die einzelnen Anwendungsbereiche im Trockenbau.

Die wichtigsten Profile für den Trockenbau

Die wichigsten Baumaterialien, d.h. Profile und Platten beim Trockenbau und vor allem beim Bau einer Trockenwand sind wie folgt, sortiert nach der Wichtigkeit:
Für den Bau einer Wand benötigen Sie vor allem das UW-Profile und das CW Profil. Mit beiden können Sie dabei eine Trennwand bauen, da das C-Profil in das U-Profiil gesteckt wird.

Kostenpunkt hierfür sind ca. 2Euro pro Meter. Für das Abhängen von Decken benötigen Sie vor allem CD und UD Profile. Das erstgenannte ist dabei für die Decke das zweitgenannte für die Fixierung an der Wand zuständig. Zudem gibt es noch weitere hilfreiche Profile, z:b. das LW Profil für den Bau von Ecken, Kantenschutz für Gipsplatten, oder ein Türsturzprofil

Welche Platten für die Beplankung im Trockenbau?

Je nach Anwendungsfall sind unterschiedliche Platten für die Beplankung der Unterkonstruktion zu verwenden. So muss z.B. für Feuchträume und Nassräume wie z.B. für das Badezimmer eine feuchteresistente Platte verwendet werden. Desweiteren gibt es Auflagen hinsichtlich Brandschutz, Schallschutz und Co.

Die gängisten Platten zur Beplankung sind die Gipskartonplatten, z.B. das Modell KNAUF GKB. Gipskartonplatten sind auch als Gipskarton Verbundplatte mit EPS erhältlich, d.h. die Gipskartonplatten ist mit einer Dämmstoffschicht aus EPS ausgestattet mit einer Dicke von 30-73mm.

Desweiteren gibt es noch imprägnierte Gipskartonplatte z.B. KNAUF GKBI zum Einsatz im Badezimmer. Diese sind sehr gut durch ihre grüne Imprägnierung zu erkennen. Auch gibt es spezielle Platten für den Brandschutz und Schallschutz unter dem Namen Massivbauplatten. Diese gibt es z.B. von Knauf unter dem Namen Knauf GKFI Diamant.

Oben genannte Produkte gibt es auch noch von weiteren Herstellern wie z.B. Rigips  mit dem Produkt Rigips Rigidur Verbundplatte, Rigips Bauplatte RB oder Rigips Bauplatte RBI imprägniert.

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