Vor- und Nachteile einer Innenabdichtung – das sollten Sie wissen

Dez 20, 2019 No Comments by

Feuchtigkeit in Kellern und Wohnräumen ist etwas, was kein Wohneigentümer gerne sieht. Sollten die Wände gar nass sein, natürlich umso mehr. Kein Wunder also, dass sich viele in solchen Situationen überlegen eine Innenabdichtung durchzuführen. Schließlich lässt sich auf diese Weise das Problem effizient beheben. Doch die Entscheidung sollte keineswegs auf die leichte Schulter genommen werden.

Fakt ist, dass eine Abdichtung durchaus Sinn macht. Allein um das Entstehen von Schmutz und Schimmel zu verhindern. Beides sieht nicht nur unschön aus, sondern kann auch gesundheitliche Folgen haben. Allerdings hat eine Innenabdichtung nicht nur Vor-, sondern auch Nachteile. Daher sollten Sie sich eventuell überlegen, ob Sie nicht lieber eine Außenabdichtung vorziehen. Doch um das entscheiden zu können, sollten Sie die Vor- und Nachteile natürlich kennen. Werfen wir also einen Blick darauf.

Vorteile einer Innenabdichtung

Ein entscheidender Vorteil für eine Innenabdichtung von Kellern und Wohnräumen sind die Kosten. Diese sind in den meisten Fällen nämlich geringer als bei einer Außenabdichtung. Zwar ist die Abdichtung an sich aufwendiger. Allerdings fallen Kosten für die Erd- und Gartenarbeiten weg. Dadurch, dass keine Gartenarbeiten erforderlich sind, sind natürlich auch Schäden am Garten ausgeschlossen. Gerade für Gartenliebhaber ein wichtiger Faktor.

Anzumerken ist auch, dass nach einer Außenabdichtung die Innenseiten der Wände immer noch in ihrem ursprünglichen Zustand verbleiben. Bei einer Innenabdichtung hingegen sind sie direkt verputzt und optisch einwandfrei. Des Weiteren gilt es natürlich anzumerken, dass in einigen Fällen lediglich eine Innenabdichtung möglich ist. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn Anbauten direkt an das Gebäude grenzen. Hier kann eine Außenabdichtung nicht vorgenommen werden. Um die Feuchtigkeit in den Griff zu bekommen, bleibt also nur noch eine Innenabdichtung.

Nachteile einer Innenabdichtung

Es lässt sich nun mal nicht leugnen, dass eine Innenabdichtung auch Nachteile haben kann. Bei manchen Baustoffen ist sie erst gar nicht möglich. Einer dieser Baustoffe ist der Gasbeton. Aufgrund seiner Eigenschaften ist das Material für eine Innenabdichtung ungeeignet. Es handelt sich dabei allerdings keineswegs um den einzigen problematischen Baustoff. Daher gilt es unbedingt im Voraus abzuklären, ob eine Innenabdichtung möglich ist. Andernfalls verschwenden Sie vielleicht unnötigerweise Geld. Ebenfalls negativ anzumerken ist, dass die Wand trotz Abdichtung im Querschnitt weiterhin durchfeuchtet bleibt. Eine Innenabdichtung sorgt also durchaus für ein trockenes Raumklima. Allerdings bleibt das Mauerwerk hinter der Wandoberfläche feucht. Das ist natürlich nicht erfreulich, lässt sich bei dieser Methode aber auch nicht vermeiden.

Wer gerne nachträgliche Bohrungen durchführt, wird mit einer Innenabdichtung womöglich nicht glücklich. Nachträgliche Arbeiten sind generell nicht zu empfehlen. Zumindest nicht im abgedichteten Wandbereich. Denn auf diese Weise sind Schäden praktisch vorprogrammiert. Sie sollten also selbst dann darauf verzichten, wenn das Ergebnis nicht Ihren Wünschen entspricht. Der letzte Nachteil ist die Wärmedämmung des Mauerwerks. Da das Mauerwerk durchfeuchtet ist, fällt die Wärmedämmung nicht optimal aus. Sie ist weit schlechter, als es bei einem trockenen Mauerwerk der Fall wäre. Trotz dieser Nachteile ist eine Innenabdichtung in vielen Fällen sinnvoll. Es kommt im Endeffekt immer auf die individuelle Situation an. Wenn Sie diese nicht einschätzen können, empfiehlt es sich ein fachkundiges Unternehmen zu beauftragen.

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