Was ist Elektrodenschweißen?

Jun 16, 2016 No Comments by

Immer wenn es um die Verbindung von zwei Metallen geht, wird man um das Schweißen nicht herumkommen. Doch welche Schweißverfahren gibt es? Wo sind die Unterschiede z.B. zum Elektrodenschweißen und was muss man bei den jeweiligen Schweißverfahren beachten? In diesem Infoartikel gehen wir intensiv auf das Thema Schweißen ein.

Was ist das Elektrodenschweißen?

Wer bisher noch keine Erfahrungen mit dem Schweißen hat, der ist beim Elektrodenschweißen sehr gut aufgehoben. Gerade wenn man mal als Heimwerker etwas schweißen möchte. Denn bei diesem Schweißverfahren handelt es sich auch um das einfachste. Mit dem Elektrodenschweißverfahren kann man fast alle Metalle mit den passenden Elektroden verschweißen. Bei diesem Schweißverfahren arbeitet man mit Gleichstrom. Der Lichtbogen der hierbei entsteht und insbesondere die Länge, kann man selbst steuern. Maßgeblich sind hierbei auch die Abstände zwischen den Elektroden. Das Schweißgerät ist hierbei mit zwei Elektroden ausgestattet, jeweils eine Elektrode muss an das zu verbindende Metallstück angebracht werden. Beim Schweißen mit dem Elektrodenschweißen entsteht zusätzlich zur Naht eine Schlacke. Diese Schlacke schützt nicht nur die Naht, sondern formt auch diese. Das Elektrodenschweißen zeichnet sich aber nicht nur durch eine einfache Handhabung aus, sondern kann auch sehr gut im freien und sogar zum Schweißen unter Wasser verwendet werden.

Gibt es noch weitere Schweißverfahren?

Neben dem Elektrodenschweißen gibt es auch noch weitere Schweißverfahren. Zu diesen weiteren Schweißverfahren gehören zum Beispiel das SG-Schweißverfahren, hierbei handelt es sich um das Schutzgasschweißen. Ein weiteres Verfahren ist das Wolfram-Inertgasschweißen.

Das Schutzgasschweißverfahren ist ein Verfahren das sich vor allem für das Schweißen von Konstruktionen sehr gut eignet. Aus diesem Grund wird heute dieses Schweißververfahren vor allem in der Blechverarbeitung, im Fahrzeugbau, Maschinenbau oder beim Rohrschweißen angewandt. Im Gegensatz zum Elektrodenschweißen, werden die Werkstücke nicht mit Elektroden verbunden. Vielmehr arbeitet man hier mit einem Schutzgas. Am Schweißkopf tritt der Schweißdraht aus, dieser wird durch Schutzgas umströmt. Das Schutzgas hat hierbei unter anderem die Aufgabe, den Sauerstoff an der Schweißnaht zu verdrängen. Dies ist insoweit wichtig, als es vor Oxidation der beiden Metallen schützt. Der Schweißdraht wird durch den Schlauch stetig zum Schweißkopf nachgeführt. Ein gesonderter Schweißstab ist bei diesem Schweißverfahren nicht notwendig.

Das letztes Schweißverfahren gibt es noch das Wolfram-Inertgasschweißen (WIG). Bei diesem Schweißverfahren arbeitet man nicht mit einem abschmelzenden Draht, wie zum Beispiel beim Elektroden- oder beim Schutzgasschweißen. Vielmehr erzeugt ein sogenannter Hochspannungsimpulsgenerator eine Stromstärke, die dafür sorgt das zwischen Gas und der Elektrode ein Lichtbogen erzeugt wird. Beim Schweißen wird der Schweißkopf von Gas umgegeben, hierbei handelt es sich in der Regel um Argon oder Helium. Ein Gasschweißstäbchen sorgt für die Verbindung zwischen den Metallen. Dieses Schweißverfahren zeichnet sich aber auch durch zwei Vorteile aus. Diese Vorteile sind zum einen das es zu keinen Schweißspritzern kommt. Ebenfalls entstehen im Vergleich zu den anderen beiden Schweißverfahren keine Schweißrauche, die ein Gesundheitsrisiko darstellen. Verwendet wird das WIG Verfahren vor allem bei Aluminium oder Edelstahl

Fazit zum Schweißen

Wer mal schnell Holz schneiden will benötigt eine Kreissäge, wer mal Metall verbinden will, der benötigt ein Schweißgerät. Je nach Metall und Anwendungsfall kommen dabei verschiedene Schweißverfahren zum Einsatz. Einen kostengünstigen Einstieg in das Schweißen für Hobbyhandwerker ermöglichen Elektrodenschweißgeräte. Sie sind für einige hundert Euro zu haben. Der Preis für ein Allround Elektrodenset beginnt bei Euro. Damit kann man im Rahmen der Haussanierung oder in der Werkstatt einiges schweißen, angefangen von Montageschweißungen und Reperaturschweißungen. Auch Heftschweißungen sind damit möglich. Wer ein Schutzgasschweißgerät sind eigen nennen will, muss deutlich mehr ausgeben. Hier beginnen die Preise bei ca. 500 Euro. Problematisch bei vielen Maschinen ist der Drahtvorschub. Ist dieser mal kaputt, so ist für das Ersatzteil mindestens 100 Euro auszugeben. Die Kosten für eine genormte 5 Liter Schutzgasflasche als Eigentumsflasche belaufen sich ebenfalls auf ca. 150 Euro.

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