Welche Unterschiedlichen Haus Schornsteine gibt es eigentlich?

Jul 07, 2016 No Comments by

Ein Schornstein ist etwas Elementares an einem Haus. Der Schornstein wird gebraucht, wenn eine Öl- oder Gasheizung geplant ist und auch, wenn ein Kamin angeschlossen werden soll. Aus dem Schornstein kommt dann der Rauch, der beim Verbrennen des Öls, Gases oder Holzes erzeugt wird. Es ist wichtig, einen Schornstein einzuplanen, wenn das Haus neu gebaut wird. Dabei handelt es sich bei vielen Hausbesitzern nicht um ein dekoratives Stück. Es ist wichtig, den Schornstein an der richtigen Stelle zu setzen. Einige Häuser besitzen auch zwei Schornsteine, sodass die Möglichkeit besteht, einen davon mit Holz zu nutzen und den anderen an der Ölheizung zu nutzen.

Welche unterschiedlichen Materialien gibt es für den Bau eines Schornsteines?

Angefangen vom klassischen Schornstein, welcher mit Steinen gemauert wird bis hin zu fertigen Bausätzen und Edelstahl, steht für Hausbauer und Haussanierer unterschiedliche Schornsteintypen zur Verfügung.

Der klassische gemauerte Schornstein – Mauerschornstein

Es gibt die Möglichkeit mit Hilfe von Backsteinen einen Schornstein selbst zu mauern. Hierfür gehört aber viel Handwerkskunst dazu und ein Laie sollte sich nicht daran trauen. Um das Mauern korrekt durch zu führen, ist nicht nur Fachkenntnis wichtig, sondern auch eine gehörige Portion Know-How. Ausserdem sind spezielle Materialien für diesen Schornsteinbau unerlässlich. Bei gemauerten Schornsteinen oder kurz Mauerschornstein, unterscheidet man nochmals in die zwei Mauerschornsteinsysteme, einschaligen Mauerschornsteine und mehrschalige Mauerschornsteinsysteme.
Je nach Mauerschornsteintyp dürfen dabei gemäß DIN 18160 unterschiedliche Baumaterialien verwendet werden.

der einschalige Mauerschornstein

Für den einschaligen Mauerschornstein werden dabei Mauerziegel mit Lochung, Hochlochziegel, Vollsteine aus Kalksandstein oder Schornsteinbauteile aus Leichtbeton oder Porenbeton verwendet werden. Leichtbeton Schornsteinteile, welche entweder mit vollwandigen oder zellen-förmigen Wangen hergestellt werden, werden bei Schornsteinen mit Abgastemperaturen bis 400 °C verwendet.

der mehrschalige Mauerschornstein

Der mehrschalige Schornstein besteht aus einer Schornsteininnenschale und einer Schornsteinaußenschale. Für die Innenschale werden entweder Schamotterohre oder Leichtbetonrohre verwendet. Für die Außenschale können Ziegelelemente, Steine aus Kalksandstein, Porenbeton oder Leichtbeton verwendet werden. Wenn beim Schamotterohr ein Lock für den Anschluss gesetzt werden muss, so ist zu beachten dass das neue Loch des innenliegenden Schamotterohres gefräst oder geschnitten wird, nicht aber mit Hammer und Meißel bearbeitet wird, um die Kaminsäule nicht zu zerstören.

Kaminmörtel

Für den Bau eines Schornsteins ist normaler Beton/Zement nicht geeignet, da er die teilweisen hohen Temperaturen einfach nicht aushält. Hier muss spezieller Kaminmörtel verwendet werden, der nicht nur feuerfest ist, sondern auch temperaturstabil. Kaminmörtel, alternativ auch als Ofenmörtel, Feuerzement oder Ofenzement bezeichnet ist fast in jedem Baumarkt zu erhalten.

Der Dreischalige Schornstein

Eine einfache und schnelle Möglichkeit für den Bau eines Schornsteines ist der Dreischalige. Dabei handelt es sich um speziell gegossene Steine, in denen ein Rohr eingelassen ist. Ausserdem ist dieser Schornstein dann gedämmt.

Der Leichtbauschornstein

Bei einem Leichtbauschornstein bekommt der Hausbauer alles mit geliefert, was er braucht, um den Schornstein schnell aufstellen zu können. Leichtbau heißt hier aber nicht, dass auch die Steine leicht sind, sondern einfach, dass schnell gebaut werden kann.

Der Edelstahlschornstein

Sehr beliebt geworden ist in den letzten Jahren, der Edelstahlschornstein. Dieser Schornstein ist perfekt für alle, die nachträglich einen Kamin installieren wollen. Der Edelstahlschornstein wird aussen an der Hauswand befestigt und dann kann er sofort eingesetzt werden. Es muss nichts trocknen und somit kann es direkt los gehen mit dem wohligen Kaminfeuer. Um die korrekte Länge dieses Schornsteines ermitteln zu können, ist es jedoch wichtig, sich fachlichen Rat einzuholen.

Wird der Schornstein vom Kaminkehrer abgenommen?

Natürlich ist es wichtig, nach dem Bau eines jeden Schornsteines, den örtlichen Schornsteinfeger zur Abnahme zu bestellen. Diese Person ist authoriziert und wird dann die Freigabe für das Heizen geben. Sollte etwas nicht stimmen, dann wird es bei diesem Termin fest gestellt und es darf nicht angeheizt werden.

Schon einmal von einer Versottung gehört? Was ist das eigentlich?

Besonders in älteren Häusern kann es aufgrund eines undichten Schornsteines zu einer Versottung kommen. Diese muss umgehend behoben werden, wenn auch weiterhin geheizt werden soll. Die Versottung zeigt sich wenn die Mantelsteine eines Kamines mit Wasser, Teer oder anderen Säuren voll setzen. In diesem Fall muss schnell gehandelt werden, denn es kann zu nachhaltigen Beeinträchtigungen im Wohnraum kommen.

Wie erfolgt eine Schornsteinsanierung?

Eine Schornsteinsanierung kann im Laufe der Jahre nötig werden, denn der Schornstein am Haus ist täglich einer großen Hitze und auch den Witterungsverhältnissen ausgesetzt. In der Regel sind es aber normale Verschleißerscheinungen, die eine Sanierung nötig machen. So können die Versottung oder auch eine Rissbildung in der Innenwand eine Sanierung nötig werden lassen. In der Regel ist es so, dass bei Schornsteinsanierung versucht wird, diese so günstig möglich durch zuführen und das es nicht nötig wird, die komplette Schornsteinanlage auszutauschen.

Zunächst wird der Schornsteinfeger bei der Überprüfung alles genau untersuchen und nachschauen, ob eine Sanierung nötig ist, teilweise kann es vorkommen dass gleich die komplette Dachsanierung notwendig ist. Wenn der Schornsteinfeger Mängel feststellt, wird dieser auch zu einer Sanierung raten. Wichtig ist, dass Sie die Sanierung nicht selbst in die Hand nehmen, denn dabei kann viel schief gehen. Sie sollten sich immer fachliche Hilfe suchen.

Eine Sanierung sieht in der Regel immer gleich aus. Ein Edelstahlschornstein wird in den Schornstein eingesetzt, um eine weitere Versottung zu verhindern. Diese Möglichkeit geht nicht nur schnell, sondern ist auch kostengünstig. Es besteht die Möglichkeit einen einwandigen Edelstahlschornstein einzusetzen, oder auch einen doppelwandigen. Dies alles wird von dem beauftragten Unternehmen durchgeführt. Damit können Sie sich auf eine einwandfreie Montage verlassen und werden einen guten Schornstein bekommen, der für Sie und Ihre Familie auch noch sicher ist.

Es gibt noch eine andere Möglichkeit, um eine Schornsteinsanierung durch zu führen. Diese Möglichkeit besteht, indem ein Glasfieberschlauch eingesetzt wird. Dieser wird dann mit Hilfe von heißem Dampf aufgeblasen. Dann schmilzt er und wird sich auf die Innenwand des Schornsteines legen. Diese Möglichkeit ist ebenfalls einfach und effizient. Wichtig ist immer, dass der Schornsteinfeger mindestens einmal im Jahr eine Reinigung vornimmt. Daher sollten Sie diesen Termin auf keinen Fall verstreichen lassen.

Asbest im Schornstein?

Sollten Sie eine Sanierung in Anspruch nehmen wollen, dann achten Sie darauf, dass in Ihrem Schornstein kein Asbest vorhanden ist. Dies ist besonders bei älteren Schornsteinen häufig der Fall. Es wird teuer, dieses Asbest zu entsorgen. Aber andererseits, ist dieses Material auch seit einigen Jahren verboten und kann für Sie gesundheitsgefährdend sein. Dann ist eine Sanierung sogar eine vorbeugende Maßnahme, die sich für Ihre gesamte Familie lohnen kann. Auch hier sollten Sie immer ein Fachunternehmen beauftragen, da nur so gewährleistet werden kann, dass das Asbest korrekt entsorgt wird.

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