Wie Sie ihr Haus Tornadosicher machen

Jul 27, 2015 No Comments by

Der Klimawandel macht es möglich, dass auch Mitteleuropa, inklusive Deutschland immer öfter von schweren Unwettern heimgesucht wird. Stürme, Orkane, sogar Tornados sind keine Seltenheit mehr. Seit „Kyrill“ weiß jeder Deutsche, dass auch hierzulande große Zerstörungen durch Unwetter möglich sind. Leider kommen die Unwetter nicht immer nur als Stürme oder Tornados daher, sondern ziehen eine Regenfront mit starken Niederschlägen nach sich. Dann kommen oftmals zu den Sturmschäden am Haus auch noch Wasserschäden durch Überschwemmungen hinzu.
Ein Thema gewinnt immer mehr an Bedeutung. Hat man sie bisher nur aus den USA gekannt, wird auch Deutschland immer öfter von Tornados heimgesucht. Jetzt heißt auch in unserer Heimat, das Haus tornadosicher zu machen bzw. ein neues Haus tornadosicher zubauen.

Kann ein Haus tornadosicher gemacht oder gebaut werden?

Ein Tornado ist die Urgewalt der Stürme überhaupt. Trotzdem kann man sein Haus tornadosicher machen, soweit das die Möglichkeiten erlauben.
In erster Linie betrifft die Tornadosicherung die Sicherheit der Bewohner. Dafür gibt es vor allem in unseren Breitengraden ein probates Mittel, nämlich einen Keller. Nachdem in den letzten Jahrzehnten durch die gestiegenen Grundstückspreise und Baukosten immer mehr Bauherren auf eine Unterkellerung ihrer Neubauten verzichteten, sollte darauf jetzt wieder mehr Augenmerk gelegt werden. Zumindest in dem als Sturmkeller vorgesehenen Raum kann die Decke zusätzlich verstärkt werden, um im Ernstfall ein sicheres „Dach“ über dem Kopf zu haben. Bei einer Flucht in den Keller bei einem aufziehenden Tornado sollte das Handy nicht vergessen werden, damit eine spätere Kommunikation möglich ist.

Sicherungsmaßnahmen am Haus

Damit ein Haus einem Tornado standhalten kann, muss die Bausubstanz dementsprechend ausgerichtet sein. Je stabiler die Mauern, desto eher halten sie der ungeheuren Wucht eines Tornados stand. Angriffspunkte für einen Tornado sind vor allem Fenster und Türen. Zumeist mit Glas ausgestattet, werden diese Flächen vom Tornado zuerst zerstört. Damit entstehen Angriffspunkte am Haus. Um das zu verhindern, können Sie Fenster und Türen am Haus tornadosicher machen, indem Sie extra Sicherungen einbringen. Diese können festschließende Rollladen oder klappbare Sicherungen wie in früheren Zeiten die Blendläden sein.
Für Stürme allgemein ist der erste Angriffspunkt das Dach. Zumeist nimmt der Sturm zuerst die Dachziegel mit. Aufgrund der immer stärker und öfter auftretenden Stürme und Orkane in Deutschland sind bereits die Richtlinien für die Einzelbefestigungen der Dachziegel verändert worden. Die Anzahl der einzeln festgeklemmten Dachziegel ist erhöht worden. Speziell bei älteren Häusern sollte der Zustand des Daches regelmäßig kontrolliert werden. Auftretende Schäden oder Mängel lassen Sie bestenfalls sofort beseitigen.
Um den Dachstuhl zu sichern, benutzt der Zimmermann schon seit Jahren die sogenannten „Sturmbänder“. Das sind gelochte Stahlbänder, welche auf den Dachsparren angenagelt diese miteinander verbinden. So geben die Sparren sich einen zusätzlichen, gegenseitigen Halt.

Das Haus tornadosicher machen betrifft auch den Garten und die Terrasse

Haben Sie im Garten oder Vorgarten Baumbestand stehen? Dann sollten Sie auch Ihre Bäume gegen Tornados sichern. Morsche oder über das Haus ragende Äste sollten Sie regelmäßig entfernen, damit diese im Ernstfall nicht abgerissen und auf Ihr Haus geworfen werden können. Zudem haften Sie für entstandene Schäden an den geparkten Autos Ihrer Nachbarn, wenn diese durch Äste Ihres Baumes beschädigt werden.
Sichern Sie auch Ihren Garten und die Terrasse. Eigentlich versteht es sich von selbst, dass Gartenmöbel bei einem angesagten Sturm oder Tornado sicher im Haus, Keller oder der Garage untergebracht werden. Trotzdem sollten Sie alles nochmals kontrollieren, damit eventuell liegen gebliebene Gegenstände Schaden am Haus oder an Personen anrichten können. Wichtig ist möglicherweise liegen gebliebenes Gartenwerkzeug oder das Kinderfahrrad, welches bei der Flucht vor dem Tornado vergessen wurde.

Sollte Ihnen die Vorwarnzeit bei einem Tornado ausreichen, alles noch zu kontrollieren, sollten Sie das tun. Wenn in Ihren Augen Ihr Haus tornadosicher ist, sollten Sie frühzeitig mit Ihrer Familie den Schutzkeller aufsuchen und auf die Entwarnung warten.

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