Niedrigenergiesparhaus und hohe Heizkosten

Okt 09, 2012 No Comments by

Viele Bauunternehmer versprechen Hausbauern geringe Heizkosten, wenn sie ein Niedrigenergiesparhaus bauen. Je nach Niedrigenergiesparhaus werden dem Hausbauer dabei einige hunderte Euro an Heizkostenersparnis pro Jahr in Aussicht gestellt. Eine Langzeitstudie beweist nun, dass sich trotz massiver Wärmedämung die Energiekosten im Vergleich zum einem „normalen Haus“ erhöhen können. Was die Gründe für die hohen Heizkosten trotz eines Niedrigenergiehauses sind, stellen wir im folgenden dar.

Niedrigenergiesparhaus – Energiestandards

hohe Heizkosten trotz Energiesparhaus

Niedrigenergiesparhaus und hohe Heizkosten

Je nach Baujahr gibt es unterschiedliche Energiestandards für Häuser. Im Allgemeinen legt der Energiestandard fest, wie hoch der Heizbedarf pro quadratmeter Wohnfläche sein darf. Je nach Energieeinsparverordnung müssen Häuser bestimmte Primärenergiebedarfswerte unterschreiten um an staatlichen Förderungen der KFW Bank zu kommen. So gilt für ein KfW-60-Haus ein maximaler Primärenergiebedarf von 60 kWh/m², für ein Niedrigenergiehaus gemäß EnEV vom Jahr 2002 ein maximaler Heizwärmebedarf von unter 70 kWh/m², für ein KfW-Effizienzhaus 40 ein Wert von maximal 40% derEnergieeinsparverordnung von 2009. Aber es gibt auch Häuser, welche eine positive Energiebilanz vorweisen. Diese werden als Nullenergiehaus oder auch als Plusenergiehaus bezeichnet. Ein Plusenergiehaus stellt mit Hilfe einer Solaranlage und Photovoltaikanlage Strom und Warmwasser selbst her und kann somit eine positive Energiebilanz vorweisen.

Hohe Heizkosten trotz Niedrigenergiesparhaus

Nachdem wir selbst die Erfahrung mit einem KFW-60 Haus und hohen Heizkosten gemacht haben, zeigt nun eine Studie die Ursache für die hohen Heizkosten.Das Institut für Bauphysik der Fraunhofer Gesellschaft hat bereits im Jahr 1985 ermittelt, dass der Einsatz von Dämmmaterialien die Heizkosten nicht senken. Vergleicht man diese Werte mit den Werten von Massivbauwänden so ist sogar von einer Erhöhung der Heizkosten auszugehen.

Ursachen für hohe Heizkosten

Die Ursachen für die hohen Heizkosten trotz eines stark gedämmten Energiesparhaus z.B. mit Styropor liegt am Dämmmaterialien und dessen Auswirkung an sich. Laut den Forschern verhindern Dämmplatten das Eindringen von Sonnenstrahlen in den Wohninnenraum, was folglich die natürliche Aufwärmung des Wohninnenraums verhindert. Die fehlende Wärme muss folglich durch das Heizen an sich wieder ausgeglichen werden.

Massivhaus speichert besser Wärme

Laut den Forschern schneiden Massivhäuser deutlich besser beim Energieverbrauch ab, denn hier können die Sonnenstrahlen die Außenwände aufheizen, die wiederum die Wärme an den Innenraum abgeben.

Fazit

Dämmmaterialien auf der Außenwand verhindern das Aufwärmen des Mauerwerks und führen zu höheren Heizkosten. Besser geeignet für das Sparen von Heizkosten sind Massivhäuser, denn deren Mauerwerk speichert die Wärme der Sonne deutlich besser und gibt diese Wärme in den Wohninnenraum ab. Die vollständige Studie finden sie auch unter dem Link: „Wärmedämmung kann Heizkosten in Höhe treiben“

Tip

Bauherren sollten bevor sie ihre Außenwand mit Styroporplatten dämmen darüber nachdenken ob evtl. der Bau eines Massivhauses Sinn macht.

Weitere interessante Informationen zu dem Thema ökologisches Bauen finden sie hier:

Ökologischer Hausbau

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