Welche unterschiedlichen Dachformen gibt es?

Mai 15, 2016 No Comments by

Bei der Hausplanung ist vor allem eines wichtig: das Dach. Ein Hausdach besteht nicht einfach aus ein paar Ecken, sondern formen. Jede Form hat seine eigene Bezeichnung und bringt somit Vor- und Nachteile mit. Die wohl gängigste Form ist ein Satteldach. Nicht nur Kinder bestücken ihre gemalten Bilder mit einem Satteldach, sondern auch viele Bauherrn entscheiden sich für diese Form. Aber es gibt so viele weitere Möglichkeiten, die dem Eigenheim ein besonderes Aussehen verleihen.

Die Dachformen

Satteldach, Pultdach oder doch ein Flachdach? Jede Form hat Vor- und Nachteile, über diese möchten wir aufklären. In einem weiteren Artikel hatten wir uns schon mal die Frage gestellt, welche Dachformen bei Fertighäusern es gibt. Hier zeigen wir Ihnen nochmals die vollständige Liste an unterschiedlichen Dachformen, sei es für Fertighäuser, normale Häuser oder eben auch für Hallen und Gewerbebauten.

Satteldach

Beim Satteldach werden zwei Flächen erstellt. Dabei wird auf eine Neigung von 30- bis 60 Grad verwendet. Soll das neue Haus in einem regenreichen Gebiet liegen, dann wird die höchste Neigung gewählt. Nur so kann das Wasser optimal ablaufen. Bei Altbauten mit Satteldächern kommt es oft zur Undichtigkeit, das liegt damit zusammen, dass man damals nicht die Möglichkeiten hatte wie heute. Der größte Vorteil liegt bei den Kosten und der Bauzeit. Durch die einfache Konstruktion sind dichte und günstige Konstruktionen möglich. Soll der Dachboden als weiteres Zimmer genutzt werden, dann gibt es Probleme mit großen Möbelstücken. Die Neigung lässt nur kleineres Mobiliar zu. Große Fenster sind ebenfalls nicht möglich, nur der Einsatz von kleinen Dachfenstern, welche nur wenig Licht durchlassen.

Pultdach

Beim Pultdach wird nur eine Seite abgewinkelt, deswegen findet man diese Form sehr oft bei Anbauten wie z. B.: eine Garage. Heute wird im Bereich Hausdach sehr viel mit dem Pultdach experimentiert. Die Dächer können unterschiedliche Neigungswinkel besitzen, wodurch viele „Dachlandschaften“ entstehen. Der Kostenpunkt bei einem Pultdach ist etwas höher, da auf teures Dichtungsmaterial gesetzt wird. Auch die Hitzeentwicklung ist im Vergleich zum Satteldach weitaus höher. Allerdings gibt es mehr Vorteile. Durch die Konstruktion kann auf einem Pultdach eine große Fläche für solar angeboten werden. Im Endeffekt würde der Hausbesitzer somit an seinen Energiekosten sparen. Auch ein weiteres Zimmer im Dachgeschoss ist kein Problem. Durch die flache Bauweise entstehen keine Schrägen auf dem Dachboden.

Flachdach

Ein Flachdach ist, wie es der Name schon verrät: flach. Diese Konstruktion wird bei sehr großen Konstruktionen wie Schulen, Hallen usw. verwendet. Nicht selten entsteht durch ein Flachdach auch eine begehbare Terrasse. Optisch sind Flachdächer meistens keine Schönheit, bieten aber sehr viel Platz für Solaranlagen oder vergleichbare Anlagen. Ein großer Nachteil ist das schlechte Ablaufen von Wasser. Bei mangelnder Konstruktion kann es zu undichten Stellen kommen. Auch wenn Flächdächer ein teilweise ungerechtfertigt negatives Image anheftet, so bieten sie wahrlich ein sehr großes Wohnpotential. Hier lassen sich nicht nur sehr schöne Rooftop Bars realisieren, sondern es gibt auch die Möglichkeit eine Dachbegrünung für das Flachdach vorzunehmen.

Mansarddach

Das Mansarddach ist eine Form aus zwei Teilen. Somit kann der untere Teil eine geringe Neigung haben und der obere eine steilere. Durch diese Bauform ist es möglich eine komplette Etage unterzubringen, weil kaum Fläche verloren geht. Der Nachteil liegt in den Kosten und der Wartung. Diese ist aufgrund der Konstruktion sehr aufwendig.

Zeltdach

Diese Form ist Neigungsarm und heizt die Innenräume weniger auf. Allerdings hat der Bau einen Nachteil. Durch die geringe Neigung kann Wasser oder Schnee schlechter abfließen. Beim Bau muss darauf geachtet werden, dass alles ordentlich abgedichtet wird, ansonsten kann Wasser ins Gebäude fließen. Durch diese Maßnahme sind die Kosten für eine solche Konstruktion dementsprechend hoch.

Walmdach

Walmdächer sind im Hausbau sehr begehrt. Die Form ist optisch eine Augenweide. Allerdings ist die Konstruktion sehr komplex, was ein hoher Zeitaufwand und hohe Kosten bedeutet. Allerdings sind die Dächer sehr wartungsarm und langlebig. Dieses Hausdach benötigt keine Giebel, was die Folgekosten in einem gesunden Rahmen belässt.

Krüppelwalmdach

Ein Krüppelwalmdach ist nur eine weitere Form vom normalen Walmdach. Der einzige Unterschied liegt in der Konstruktion. Beim normalen Walmdach ergibt auch die Längsseite eine Linie mit der Hauptseite. Beim Krüppelwalmdach endet diese viel früher und schließt nicht bündig mit der Dachrinne der Hauptfläche ab. Vor- und Nachteile sind dieselben.

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